Freitag, 18. Mai 2018

Denkmalstiftung Baden-Württemberg erklärt Gebäude Büchsengasse 12 in Ulm zum Denkmal des Monats April 2018

Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg hat das Gebäude Büchsenstraße 12 in Ulm zum Denkmal des Monats April 2018 erklärt.

Damit würdigt die Denkmalstiftung das private Engagement eines Bauherrn, der den mittelalterlichen Gebäudekomplex in der Büchsengasse kurz vor seinem Zerfall gerettet hat. Es handelt sich hier um eines der ältesten Häuser Ulms. 

Das Fachwerkgiebelhaus war 55 Jahre lang unbewohnt. Seit dem Jahr 1905 ist das Gebäude als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung ausgewiesen. Die ältesten Teile des Gebäudes mit Baujahr 1410 befinden sich im Rückgebäude und sind für die Öffentlichkeit nicht einsehbar. Der an die Büchsengasse grenzende Gebäudeteil datiert von 1618 mit Veränderungen im 18. Jahrhundert.

Das Gebäude Büchsengasse 12 war eines der letzten Kulturdenkmale in der Ulmer Altstadt nördlich des Münsters, die nach der Zerstörung Ulms im Zweiten Weltkrieg noch nicht wieder restauriert worden sind.

Montag, 14. Mai 2018

Der Lautertopf bei Blaustein-Lautern - eine der stärksten Karstquellen der Schwäbischen Alb

Der Lautertopf auf der Ulmer Alb ist eine der großen Quellen auf der Donauseite der Schwäbischen Alb.

Mit einer Schüttung zwischen 150 und 500 Litern/Sekunde ist der Lautertopf eine der stärksten Quellen der Schwäbischen Alb. Im Lautertopf entspringt die Kleine Lauter (bzw Hirrlinger Lauter). In Blaustein-Herrlingen mündet die Kleine Lauter in die Blau, die vom Blautopf, einem anderen der großen Quelltöpfe der Schwäbischen Alb, kommt. Die Blau mündet in Ulm in die Donau.

Ein Teil des Kleinen Lautertals, in dem sich auch der Lautertopf befindet, wurde als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der Lautertopf befindet sich im Blausteiner Ortsteil Lautern. Dort gibt es mehrere historische Gebäude, darunter die Evangelische Kirche Unserer Lieben Frau mit einem spätgotischen Schnitzaltar.

Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau hat den Lautertopf als Geotop ausgewiesen, unter der Bezeichung "Lauterursprung ca. 300 m NNW von Lautern im Lautertal".

Der Lautertopf spielte für die Wasserversorgung der Ortschaften auf der Albhochfläche eine große Rolle. Im Jahr 1873 begannen die Gemeinden Scharenstetten, Temmenhausen, Bermaringen und Dornstadt mit dem Bau eines Wasserwerks am Lautertopf. Dieses Wasserwerk war bis 1976 in Betrieb, als ein neues Wasserwerk wenige Meter flussabwärts in Betrieb genommen wurde.

Donnerstag, 10. Mai 2018

Föhrenberg - eine Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb

Die Kernzone Föhrenberg am Rand des Ermstals bei Bad Urach-Seeburg ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg.

Die Kernzone Föhrenberg gehört zu den größten Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Abschnitte des heutigen Artikels in diesem Blog zur Kernzone Föhrenberg:

  • Steckbrief
  • Unterschutzstellung
  • Lage
  • Freigegebene Wege
  • Andere Schutzgebietskategorien
  • Sehenswürdigkeiten
  • Wie kommt man hin? 
  • Links zu anderen Artikeln über die Kernzone Föhrenberg in diesem Blog

Sonntag, 6. Mai 2018

Naturdenkmal Schlupffels/Enge bei Bad Urach-Sirchingen

Der Schlupffels befindet sich am linken Hang des Ermstals zwischen Bad Urach und Seeburg sowie südöstlich des auf der Albhochfläche gelegenen Bad Uracher Stadtteils Sirchingen.

Auf den Wander- und Orientierungskarten, die an zahlreichen Wanderparkplätzen und anderen wichtigen Punkten auf der Gemarkung von Bad Urach aufgestellt sind, ist beim Schlupffels ein Aussichtspunkt eingetragen. Das trifft jedoch praktisch nicht zu. Seit vielen Jahrzehnten ist der Schlupffels mit seiner Umgebung vollständig von Hochwald bedeckt. Eine Aussicht ist dort deshalb kaum vorhanden. Allenfalls kann man im Winterhalbjahr durch die Bäume ein wenig hindurchsehen.

Der Schlupffels wurde am 10.02.1992 als flächenhaftes Naturdenkmal mit einer Fläche von 2,8 Hektar ausgewiesen. Dies erfolgte im Rahmen der Verordnung des Landratsamts Reutlingen als Untere Naturschutzbehörde zum Schutz von Felsen im Landkreis Reutlingen. Diese Verordnung ersetzte eine ältere Verordnung vom 19.12.1979. Der Namensteil "Enge" im Namen des Naturdenkmals bezieht sich auf das Gewann.    

Der Schlupffels ist vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau auch als Geotop ausgewiesen worden. Hier wird die Bezeichnung "Felsgalerie und Einzelfelsen 1200 m W von Seeburg" verwendet. Gemäß der Geotopbeschreibung gilt für die Felsen auf 400 Metern Länge und bis zu 130 Metern Breite ein vollständiges Betretungsverbot.

Der Schlupffels befindet sich am Rand der Kernzone Föhrenberg des Biosphärengebiets Schwäbische Alb. Ein kleiner Teil des flächenhaften Naturdenkmals befindet sich innerhalb der Kernzone.

Mittwoch, 2. Mai 2018

Superlative und Rekorde der Schwäbischen Alb


Die Schwäbische Alb ist auf den ersten Blick ein etwas herbes Mittelgebirge, das seine Schönheiten und Geheimnisse nicht sofort preisgibt. Auf den zweiten Blick weist die Schwäbische Alb überraschend viele Superlative und Rekorde auf, menschengemachte und natürliche.

Im heutigen Post in diesem Blog sind einige dieser Superlative und Rekorde aufgelistet - ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Hierbei werden zwei Kategorien unterschieden. Einmal die Superlative und Rekorde, die über die Schwäbische Alb hinausreichen (im Ausnahmefall sogar weltweit) und zum anderen die Superlative und Rekorde innerhalb der Schwäbischen Alb. 

Vom heutigen Post aus gibt es Links zu Artikeln in diesem Blog, die sich mit den einzelnen Themen befassen. Der heutige Post ist auch von der rechten Spalte des Blogs direkt verlinkt.

Samstag, 28. April 2018

Neue Natuschutzgebiete "Bullenberg--Dudelberg-Stockhau" und "Kutschenberg-Heuschlaufenberg-Stürzelberg" bei Steinheim am Albuch

Das Regierungspräsidium Stuttgart hat zwei neue Naturschutzgebiete auf der Ostalb bei Steinheim am Albuch verordnet.

Das Naturschutzgebiet Bullenberg-Dudelberg-Stockhau wurde am 17. Dezember 2017 verordnet. Es befindet sich im Landkreis Heidenheim auf dem Gebiet der Gemeinde Steinheim am Albuch in der Gemarkung Söhnstetten. Die Fläche des neuen NSG ist 101,4 Hektar groß. Das NSG besteht aus vier Teilflächen.

Das NSG liegt südöstlich von Söhnstetten beim Weiler Dudelhof. Das NSG umfasst Wacholderheiden, strukturreiche, altholzreiche Buchenwälder, Kalk-Magerrasen, magere Flachland-Mähwiesen, Kalkfelsen mit Felspaltenvegetation und Grünland. Das NSG ist Teil des FFH-Gebiets Steinheimer Becken.

Das Naturschutzgebiet Kutschenberg-Heuschlaufenberg-Stürzelberg wurde am 15. Dezember 2017 verordnet. Es befindet sich im Landkreis Heidenheim auf dem Gebiet der Gemeinde Steinheim am Albuch in der Gemarkung Söhnstetten und auf dem Gebiet der Gemeinde Gerstetten in der Gemarkung Gussenstadt sowie im Landkreis Göppingen auf dem Gebiet der Gemeinde Böhmenkirch in der Gemarkung Böhmenkirch. Die Fläche des neuen NSG ist 76,3 Hektar groß. Das NSG besteht aus zwei Teilfächen.

Das Naturschutzgebiet liegt südwestlich des Ortsteils Söhnstetten der Gemeinde Steinheim am Albuch, südöstlich der Gemeinde Böhmenkirch und nördlich des Ortsteils Gussenstadt der Gemeinde Gerstetten. Das NSG umfasst Magerrasen, Wacholderheiden, Weiden, Streuobstwiesen, Wiesen, Äcker und strukturreiche Waldflächen. Das NSG ist Teil des FFH-Gebiets Steinheimer Becken.   
       

Dienstag, 24. April 2018

Baldeck - eine Kernzone des Biosphärengebiets Schwäbische Alb

Die Kernzone Baldeck  im Ermstal zwischen Bad Urach und Seeburg ist eine von zur Zeit 27 Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

In den Kernzonen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb besteht Prozessschutz. Die Natur soll sich dort ohne Beeinflussung durch den Menschen entwickeln können. Die Kernzonen des Biosphärengebiets entsprechen somit den Bannwäldern gemäß Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg.

Abschnitte des heutigen Artikels in diesem Blog zur Kernzone Baldeck:
  • Steckbrief
  • Unterschutzstellung
  • Lage
  • Freigegebene Wege
  • Andere Schutzgebietskategorien
  • Sehenswürdigkeiten
  • Wie kommt man hin? 
  • Links zu anderen Artikeln über die Kernzone Baldeck in diesem Blog

Freitag, 20. April 2018

Thementafel "Vom Menschen geschaffen - Steinriegel, Hecken und ein keltischer Wall" im Verlauf des Gustav-Ströhmfeld-Wegs

Die Thementafel "Vom Menschen geschaffen - Steinriegel, Hecken und ein keltischer Wall" befindet sich am Rand des Ermstals und im Verlauf des Gustav-Ströhmfeld-Wegs, eines Qualitätswegs Wanderbares Deutschland, der von Metzingen nach Neuffen führt.

Im Rahmen der Neukonzeption des Gustav-Ströhmfeld-Wegs wurden in den Jahren 2012/13 zahlreiche Thementafeln im Wegverlauf aufgestellt. Sie informieren über die Geologie, die Landschaftsgeschichte und die Biologie der Landschaft am Albtrauf zwischen Metzingen und Neuffen.

Die Thementafel "Vom Menschen geschaffen" befindet sich am zum Ermstal zeigenden Rand der Kienbein-Berghalbinsel zwischen den Wegweiserstandorten Karlslinde und Deckelesfels des Gustav-Ströhmfeld-Wegs.

Die Thementafel informiert über drei verschiedene, vom Menschen geschaffene Phänomene. Das sind zum einen die Lesesteinhaufen, die im Rahmen des früher praktizierten Ackerbaus entstanden sind. Dann gibt es die Hecken, die heute teilweise die Landschaft gliedern und die meist auf den Lesesteinhaufen entstanden sind. Schließlich geht es um einen Wall, der während der Hallstattzeit (800 - 475 v. Chr.) an der schmalsten Stelle der Kienbein-Berghalbinsel angelegt worden ist. 

Montag, 16. April 2018

Donnstetten - ein Ort auf dem Schwäbischen Vulkan

Der zur Gemeinde Römerstein auf der Reutlinger Alb gehörende Ort Donnstetten liegt auf einem Schlot des Schwäbischen Vulkans.

Der Schwäbische Vulkan war im Zeitalter des Miozän vor 17 bis 11 Millionen Jahren aktiv. Das geologische Phänomen besteht aus über 350 Vulkanschloten im Gebiet bei Bad Urach und Kirchheim/Teck.

Die Hochfläche der Schwäbischen Alb ist wegen des karstigen Untergrunds wasserarm. Eine Ausnahme bilden die Vulkanschlote ("Maare") des Schwäbischen Vulkans. Der Vulkantuff ist wasserstauend, so dass dort das Regenwasser nicht sofort im Untergrund verschwindet. Viele Dörfer auf der Mittleren Alb wurden auf den Vulkanschloten des Schwäbischen Vulkans erbaut. 

Alle drei Orte der Gemeinde Römerstein liegen auf Vulkanschloten, auch der Ort Donnstetten. Man hat den Eindruck, dass Donnstetten in einer Art Krater liegt. Der "Kraterrand" ist von Norden über Osten bis Süden gut erkennbar.

Donnerstag, 12. April 2018

Qualitätsweg Eiszeitjägerpfad (Eiszeitpfade) bei Blaubeuren,Teil 5 von 5


Dies ist der fünfte von fünf hintereinanderfolgenden Posts in diesem Blog zum Qualitätsweg Eiszeitjägerpfad bei Blaubeuren aus der Wegegruppe der Eiszeitpfade im Alb-Donau-Kreis.

Im ersten Post der kleinen Reihe gab es einige allgemeine Informationen zu diesem Rundwanderweg. Im vorangegangenen Post sind wir mit der Wanderung bis kurz vor die Höhle Geißenklösterle gekommen. Heute schließen wir die Wanderung ab.

Die letzten Meter hinauf zur Höhle Geißenklösterle legt man nur noch langsam zurück. Fast stockt der Atem. Nur noch wenige Meter ist diese Höhle entfernt, in der bei Ausgrabungen die ältesten Kunstwerke der Menschheit entdeckt worden sind und die deshalb von der UNESCO im Jahr 2017 zusammen mit fünf weiteren Höhlen der Schwäbischen Alb und zusammen mit deren landschaftlicher Umgebung sowie zusammen mit all den bereits gefundenen Gegenständen, die in den verschiedensten Museen ausgestellt sind, als UNESCO-Weltkulturerbestätte unter Schutz gestellt worden ist. Diese relativ kleine Höhle ist von der UNESCO damit auf dieselbe Stufe gestellt worden wie z.B. der Petersdom in Rom oder die Inkastadt Macchu Picchu. 

Schließlich steht man vor der mit einem Gitter verschlossenen Höhle. Durch das weitmaschige Gitter kann man gut hindurchsehen. Der Vorraum der Höhle ist mit einem Netz von Seilen durchzogen, deren Sinn sich nicht sofort erschließt.